Diagonale 2026

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Das Festival des österreichischen Films fand vom 18. bis 23. März zum 29. Mal unter der Leitung von Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar statt. Die Diagonale ’26 verzeichnete eine Auslastung von 75,24 Prozent, was einen Anstieg von gut zwei Prozent zum Vorjahr bedeutet. Mit 31.049 Besucher:innen wurde ebenfalls ein erfreulicher Anstieg erreicht (2025: 30.000). Damit bestätigt das Festival des österreichischen Films seine Rolle als Fixpunkt der Grazer Kulturszene und der österreichischen Film- und Kulturbranche.

Es wurde am 18. März in der Helmut List Halle mit der Österreichpremiere von Rose von Markus Schleinzer eröffnet. Durch den Eröffnungsabend führte David Scheid mit einer launigen Moderation. Vom Filmteam waren neben dem Regisseur die Schauspielerinnen Caro Braun und Marisa Growaldt dabei, der Kameramann Gerald Kerkletz, Alexander Brom, der am Drehbuch mitwirkte, und Produzent Johannes Schubert.

Im Rahmen der Eröffnung wurde der Große Diagonale-Schauspielpreis 2026 für Verdienste um die österreichische Filmkultur in Form eines von Anita Leisz gestalteten Kunstwerks an Hilde Dalik verliehen, Regisseurin Alexandra Makarová hielt im Namen der Schauspiel-Jury die Laudatio und attestierte Dalik Mut, Stärke und außergewöhnliche künstlerische Integrität. Unter den Gästen waren Vizekanzler Andreas Babler, Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl, Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwendtner und Kulturstadträtin Claudia Unger. Auch der Trailerregisseur Michael Gülzow und Billy Roisz, der bei der Diagonale eine ausführliche Filmschau gewidmet war, feierten neben einer Vielzahl an Filmschaffenden die Eröffnung des Festivals des österreichischen Films. Weiters mit dabei waren Werner Kogler (Vizekanzler a.D. und Abgeordneter zum Nationalrat), Dompfarrer Ewald Pristavec, Hausherrin Kathryn List von der AVL Cultural Foundation und Walburga Seidl vom Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse.

Das Herzstück des Festivals war wie immer der Wettbewerb: Österreichs höchstdotierte Filmpreise wurden am Montagabend mit gesamt € 128.500 durch internationale Jurys verliehen und dadurch die Vielzahl an Leistungen, die mit der Herstellung eines Filmes verbunden sind, ausgezeichnet. Zusätzlich wurde auch der Diagonale-Publikumspreis der Kleinen Zeitung mit einer Dotierung von € 3.000, der bereits bei einem Vorab-Screening verliehen wurde, nochmals gewürdigt. Insgesamt waren 82 Filme im Wettbewerb vertreten. Präsentiert wurden wie gewohnt lange sowie kurze Spiel- und Dokumentarfilme als auch der Innovative Film. 70 der Filme im Wettbewerb feierten im Rahmen des Festivals in Anwesenheit der Filmemacher auf den Grazer Kinoleinwänden die Österreich- oder Weltpremiere.

Moderiert von Susi Stach und Gilbert Handler wurden im größten Saal des Annenhof Kinos in Anwesenheit einer Vielzahl von Filmschaffenden und Stiftungsvertretern 20 Filmpreise vergeben, allen voran die Großen Diagonale-Preise des Landes Steiermark für den Besten Spielfilm sowie den Besten Dokumentarfilm. In Anwesenheit von Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl wurden Angela Summereder für B wie Bartleby sowie Tolga Karaaslan für Baba, What’s Your Plan? ausgezeichnet. Kulturstadträtin Claudia Unger übergab den Diagonale-Preis für Innovatives Kino der Stadt Graz an Georg Petermichl für Amature Enlightenment. Alle Preisträger erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul: die goldene Diagonale-Nuss, eine maßstabsgetreue Bronzeskulptur einer Muskatnuss, die in jeder Hosen- oder Rocktasche Platz findet – eine Begleiterin für alle Fälle.

Ebenfalls im Rahmen der Diagonale vergeben wurden am Freitag der Franz-Grabner-Preis (Bester Kinodokumentarfilm “Grünes Licht” von Pavel Cuzuioc) sowie der Kodak Analog-Filmpreis an Franz Quitt und Laura Ettel für “Closed for the Virus Break”. Am Sonntagabend fand erstmalig im Rahmen des Festivals die Verleihung des Mabacher Award statt, der Preis für den Besten inklusiven Film ging ebenfalls an “Baba, What’s Your Plan?”, das Dokumentarfilmdebüt von Tolga Karaaslan. Am Montagvormittag fand die Verleihung der Carl-Mayer-Drehbuchpreise (Hauptpreis an Peter Pflügler für das Treatment zu “Hans or Don’t Bury Me in the Grave of My Father”) sowie der Thomas Pluch Drehbuchpreise (Hauptpreis an Markus Schleinzer und Alexander Brom für “Rose”) statt. Am Nachmittag wurde der Publikumspreis der Kleinen Zeitung für den beliebtesten Film des Festivals an Abu Bakr Shawky für “The Stories” vergeben.

Die Diagonale ’27 findet vom 7. bis 12. April zum 30. Mal in Graz statt und wird somit erneut an einem Mittwoch eröffnen.

Bild © Diagonale / Harald Wawrzyniak: Kulturstadträtin Claudia Unger, Georg Petermichl, Simon Rabiner, Julia Horvath (Golden Girls Film) und Valentin Renoldner (post.haus) (v.l.)

Alle Infos: www.diagonale.at

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