
Es ist die Auflösung binärer Ordnungen, das Spiel mit Identität und das Öffnen von Räumen jenseits des Gewohnten, das sich wie ein roter Faden durch das Werk der Künstlerin Anja Herzog zieht. Ausgehend von einem kleinen Porträt einer vielschichtigen Figur hat sie nun eine Wandmalerei für das Foyer im Kunsthaus Graz entwickelt – zu sehen bis Anfang September.
Manchmal spürt man, dass etwas kippt, bevor es passiert. Dass die Welt, wie wir sie kennen, an einem Wendepunkt steht. In der Wandmalerei, die Anja Herzog für die Rundung im Foyer entwickelt hat, verdichten sich solche Vorahnungen zu einer bildgewaltigen Vision. Ausgangspunkt ist ihr kleinformatiges Gemälde MYS UNIVERSE aus dem Jahr 2022. Es ist das Porträt einer vielschichtigen Figur zwischen Symbol und Störung. Wie eine Schönheitskönigin trägt sie Schärpe, Kleid, Blumenkranz – und doch stimmt an diesem Bild etwas nicht. Die Haut schimmert ungesund blau, der Körper wirkt dürr, fast knochig. In der einen Hand ein Blumenstrauß, durchzogen von Schlangen, in der anderen eine lässig gehaltene Schusswaffe. Eine Gestalt wie aus einer anderen Welt – fremd, beunruhigend und doch voller Präsenz und Entschlossenheit.
Eine Botschafterin für Werte die verschwinden
Diese Figur ist keine Heldin im klassischen Sinne, sondern eine Botschafterin für Werte, die gerade leise verschwinden. Anja Herzog lässt sie zu uns sprechen, über eine mögliche Zukunft, die dystopisch erscheint, wenn wir dem gesellschaftlichen Wandel weiterhin so blind folgen. Ihre Wandarbeit ist ein visuelles Mahnmal und wirft zugleich Fragen auf: Wohin steuern wir als Gesellschaft, wenn wir Außenseiter verdrängen?
Wer sich näher mit dem dystopischen Ausblick in die Zukunft von MYS Universe beschäftigen will, dem bietet das Künstlerinnengespräch mit Anja Herzog Anfang September die Gelegenheit dazu. Außerdem sind ein Kunstdruck und eine Postkarte zu Anja Herzogs Werk im Shop des Kunsthauses Graz erhältlich.
Foyer-Ausstellung: Anja Herzog
Once I was MYS Universe
16.07.-07.09.2025
Kuratiert von Katia Huemer
Künstlerinnengespräch mit Anja Herzog
04.09.2025, 17 Uhr
Ort: Kunsthaus Graz, Foyer
Foto © Kunsthaus Graz/N. Kröpfl
www.kunsthausgraz.at
Manchmal spürt man, dass etwas kippt, bevor es passiert. Dass die Welt, wie wir sie kennen, an einem Wendepunkt steht. In der Wandmalerei, die Anja Herzog für die Rundung im Foyer entwickelt hat, verdichten sich solche Vorahnungen zu einer bildgewaltigen Vision. Ausgangspunkt ist ihr kleinformatiges Gemälde MYS UNIVERSE aus dem Jahr 2022. Es ist das Porträt einer vielschichtigen Figur zwischen Symbol und Störung. Wie eine Schönheitskönigin trägt sie Schärpe, Kleid, Blumenkranz – und doch stimmt an diesem Bild etwas nicht. Die Haut schimmert ungesund blau, der Körper wirkt dürr, fast knochig. In der einen Hand ein Blumenstrauß, durchzogen von Schlangen, in der anderen eine lässig gehaltene Schusswaffe. Eine Gestalt wie aus einer anderen Welt – fremd, beunruhigend und doch voller Präsenz und Entschlossenheit.
Eine Botschafterin für Werte die verschwinden
Diese Figur ist keine Heldin im klassischen Sinne, sondern eine Botschafterin für Werte, die gerade leise verschwinden. Anja Herzog lässt sie zu uns sprechen, über eine mögliche Zukunft, die dystopisch erscheint, wenn wir dem gesellschaftlichen Wandel weiterhin so blind folgen. Ihre Wandarbeit ist ein visuelles Mahnmal und wirft zugleich Fragen auf: Wohin steuern wir als Gesellschaft, wenn wir Außenseiter verdrängen?
Wer sich näher mit dem dystopischen Ausblick in die Zukunft von MYS Universe beschäftigen will, dem bietet das Künstlerinnengespräch mit Anja Herzog Anfang September die Gelegenheit dazu. Außerdem sind ein Kunstdruck und eine Postkarte zu Anja Herzogs Werk im Shop des Kunsthauses Graz erhältlich.
Foyer-Ausstellung: Anja Herzog
Once I was MYS Universe
16.07.-07.09.2025
Kuratiert von Katia Huemer
Künstlerinnengespräch mit Anja Herzog
04.09.2025, 17 Uhr
Ort: Kunsthaus Graz, Foyer
Foto © Kunsthaus Graz/N. Kröpfl
www.kunsthausgraz.at




