Zukunft findet Stadt

Graz
  • Zukunft findet Stadt
Zugegeben: das Wortspiel "findet Stadt“ ist weder neu, noch besonders originell. Aber es trifft den Kern einer wesentlichen Frage: Städte waren immer schon vorne dabei, wenn es darum gegangen ist, neue Entwicklungen vom Denken ins Tun zu bringen. Meist entwickeln sich gerade im urbanen Umfeld jene Dynamiken, die letztlich ein gesamtes Land prägen.
In unserer schnelllebigen Zeit ist "Veränderung“ für viele aber bei weitem nicht nur positiv besetzt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass früher einmal alles viel besser gewesen wäre. Doch es bleiben letztlich nur zwei Varianten: die Zukunft selbst zu gestalten oder im Strom der Entwicklungen mitgerissen zu werden. Es gibt im Leben weder ein Stopp-, noch eine Reset-Taste. Das gilt für jeden Einzelnen von uns, aber auch für unsere Stadt insgesamt.
Aus meiner Sicht sind es drei große Themenblöcke, die die Zukunftsfähigkeit einer Stadt sichern: Wirtschaft, Wissen und Wohlfühlen. Mit "wohlfühlen“ meine ich nicht das individuelle Gefühl, da geht es zumindest ebenso sehr um die soziale wie auch um die ökologische Sicherheit. Und spätestens hier wird auch offensichtlich, dass beides nicht ohne eine wirtschaftliche Grundlage und eine bestmöglich ausgebildete Gesellschaft geht.
Wir sind Wissensstadt! 60.000 Studierende an vier Universitäten, zwei Pädagogischen Hochschulen und zwei Fachhochschulen prägen nicht nur das Stadtbild, sie schaffen ebenso wie das duale Schulwesen und selbstverständlich auch unsere Lehrlinge, die bei allen internationalen Vergleichen immer ganz vorne dabei sind, eine leistungsstarke Basis für die Wirtschaftsstadt Graz.
Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfitness ist Graz längst im neuen Jahrtausend angekommen. Rund um die Stärkefelder der steirischen Wirtschaft haben sich zum Teil landesweite Cluster herausgebildet. Hier kooperieren Branchen, die das Wirtschaftsleben von morgen führend gestalten. Von den Standortvorteilen profitieren wir alle. In insgesamt sechs Clustern sind rund 230.000 Menschen beschäftigt.
Mit dem "ACstyria Autocluster“ spielen wir in der Champions League der Mobilität. "human.technologie.styria“ vernetzt Forschung und Wirtschaft im Bereich Medizin-, Bio- und Pharmatechnologie. Der "Green Tech Cluster Styria“ wiederum bündelt Kompetenzen, Know-how und Unternehmen der Energie- und Umwelttechnik. Im Cluster "Creative Industries Styria“ finden sich Vertreter kreativer Branchen von Design, Architektur, Musik, Mode, Medien bis hin zu Kunsthandwerk, Möbelerzeugung, Film, Werbung und Software-Entwicklung. "Silicon Alps“ mit den beiden Standorten Graz und Villach steht für Technologie und Innovation im Bereich der Mikroelektronik. Und last but not least sei hier noch der Holzcluster erwähnt.
Darauf sollten wir stolz sein, auch das stärkt - siehe oben - unser Wohlfühlen!

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